Unsere Digitalisierung

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, dieses Sprichwort trifft nicht zuletzt auch für die ganzheitliche Beurteilung von komplexen Bauteilen zu.  Die Marktanforderungen an zunehmend komplexer werdende Präzisionsbauteile, sowie die erhöhten Qualitätsanforderungen verlangen ein innovatives Vorgehen. Viele Firmen stehen vor demselben Problem: Eine qualitativ hochwertige Digitalisierung zu messtechnischen Analysezwecken. Mit der 3D Digitalisierung bieten wir Ihnen eine Dienstleistung, mit der eine ganzheitliche Beurteilung möglich wird.

Der Scanner

Der 3D Scanner, der bei uns zum Einsatz kommt, ist ein Scanner neuester Generation der Firma GOM. Die Messsysteme der GOM basieren auf digitaler Bildverarbeitung und werden in der Produktentwicklung, Qualitätskontrolle sowie in der Material- und Bauteilprüfung eingesetzt.

Der optische 3D Scanner digitalisiert mittels der „Triple-Scan-“ Technologie berührungslos und vollflächig. Er erfasst die gesamte Geometrie des Bauteils in einer hochauflösenden Punktewolke, quasi als IST Modell. Die Punktewolke beschreibt exakt die Freiformflächen und Regelgeometrien und ermöglicht in der Form- und Maßanalyse einen Abgleich mit der Zeichnung oder dem CAD-Datensatz. Im Vergleich zur taktilen Messtechnik wird die gesamte Bauteilfläche erfasst und es bleiben keine blinden Stellen am Bauteil zurück.

Die Digitalisierung erfolgt in unserem Labor, kann nach Absprache aber auch bei Ihnen vor Ort stattfinden.

Die Messobjekte

Die Messobjektgröße, die von der TCT digitalisiert werden kann, umfasst kleine Bauteile von ca. 20mm bis zu einer Größe von maximal 270mm. Die Auflösung der hier berührungsfrei arbeitenden optischen Sensoren liegt bei mehreren Millionen Messpunkten je Einzelaufnahme.
Wir können technische Bauteile aus Eisen, Metall und/oder Kunststoff digitalisieren. Außerdem sind Werkzeuge und Formen, Bleche, Prototypen sowie Spritz- und Druckgussteile möglich.

Die Formate

Die gewonnen 3D Scan-Daten können von  der TCT als folgende Datensätze zur Verfügung gestellt werden:
STL / G3D / POL / PLY / JT-Open

Abb.: Blende Lichtdrehschalter Ponton

Abb.: Flächenvergleich Blinkerglas aus verschiedenen Materialchargen. Beide Chargen zeigen das gleiche Schwindungs- und Verzugsverhalten.

Die Anwendungsbereiche

Die polygonisierte IST-Punktewolke kann gegen den Modell- Datensatz „best-fit“ ausgerichtet werden, um so mögliche Abweichungen großflächig bewerten zu können. Außerdem können die IST-Daten für folgende Zwecke genutzt werden:

  • Vergleiche zu anderen Formnestern
  • Beurteilung von Änderungen eines Bauteils nach verschiedenen Prozessschritten und/oder Korrekturen
  • Reverse Engineering
  • Umfassende Form- und Maßanalyse von Bauteilen
  • Untersuchung des Verszugsverhaltens verschiedener Werkstoffe

Optische 3D-Messtechnik verringert Korrekturschleifen und verbessert Werkzeuge!

Die Grenzen

Als Faustregel zur Einschätzung der Digitalisierung und somit zur Vollständigkeit der polygonisierten Netze gilt: „Was das Auge sehen kann, können auch die Kameras des Streifenprojektors erfassen“.

Bohrungen und scharfe Kanten können daher bei der Digitalisierung nur bedingt erfasst werden. Außerdem können Einblicke in das Bauteil und die Innenkonturen mit dieser Technik nicht dargestellt werden.

Zur Vermeidung von Reflexionen muss das Bauteil mit Pulver eingesprüht werden. Dieses ist nur schwer von den Bauteilen wieder zu entfernen.

Allgemeines

Jede Digitalisierung wird mit dem gewünschtem Datensatz und Prüfbericht verschlüsselt, d.h. passwortgeschütztüber unseren Server zur Verfügung gestellt. Die verschlüsselte Übermittlung entspricht den neuesten Sicherheitsstandards.

Alle Arbeiten erfolgen nach Arbeitsanweisungen und Verfahrensbeschreibungen, die Teil des Qualitätsmanagement-Systems der TCT Concepts sind und nach den Vorgaben der DIN EN ISO 9001:2015 sowie der DIN EN ISO/IEC 17025 erstellt wurden. Mehr erfahren Sie hier.

Abb.: Vergaser als komplette Baugruppe